Rapshonig-Ernte
- felixlehre
- 17. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Wie wir unseren Honig schonend gewinnen – Ein Blick in die Imkerei
Die Rapssaison ist jedes Jahr ein Höhepunkt in unserer Imkerei. Sobald die leuchtend gelben Rapsfelder blühen, beginnt für unsere Bienenvölker eine der stärksten und wichtigsten Trachten des Jahres. Rapshonig zählt zu den beliebtesten Sorten – mild, feincremig und naturrein. In diesem Beitrag zeigen wir, wie wir unseren Rapshonig ernten und warum wir sehr gerne in den Raps fahren, weil sich unsere Völker dort besonders gut entwickeln.
Warum Rapshonig für unsere Imkerei so wichtig ist
Raps bietet Bienen eine zuverlässige und intensive Nektarquelle. Die Völker entwickeln sich dort besonders schnell, bauen kräftige Brutnester und können üppige Honigerträge eintragen. Genau deswegen stellen wir unsere Bienen bewusst gerne an Rapsfelder – starke Bienenvölker sind die Basis für gesunden Honig und nachhaltige Imkerei.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Wir arbeiten eng mit unserem Landwirt zusammen. Unsere Völker werden erst aufgestellt, wenn alle Feldarbeiten abgeschlossen sind, sodass während der Flugzeit keine Pflanzenschutzmittel mehr eingesetzt werden. Das schützt die Bienen und sichert die Reinheit unseres Honigs.
Schritt 1: Entdeckeln mit dem Messer – reine Handarbeit

Bevor der Honig aus den Waben kommt, müssen die verdeckelten Honigzellen geöffnet werden. Dafür nutzen wir ein Entdecklungsmesser. Die Mischung aus Wachs und Honig gelangt anschließend direkt in den Deckelwachsschmelzer, wo Honig und Wachs sauber getrennt werden. Das Ergebnis: reiner Honig und wertvolles Bienenwachs zur Weiterverarbeitung.

Schritt 2: Schleudern – schonende Honiggewinnung
Die entdeckelten Waben kommen in unsere moderne Honigschleuder. Hier wird der Honig durch Rotation sanft aus den Waben gelöst. Das schont die Struktur der Waben, die später wiederverwendet werden können – eine große Entlastung für die Bienen, die sonst neue Waben bauen müssten.
Der Honig fließt anschließend direkt weiter zum nächsten Arbeitsschritt.

Schritt 3: Doppelsieb & Klärfass – für klare, hohe Qualität
Bevor der Honig ins Klärfass gelangt, läuft er durch ein großes Doppelsieb. Dadurch werden Wachspartikel und andere natürliche Rückstände herausgefiltert. Dank dieser Methode müssen wir später nur noch minimal abschäumen.
Im Klärfass darf der Rapshonig anschließend ruhen, sodass Luftblasen nach oben steigen und entfernt werden können. Dieser Schritt garantiert:
sauberen, klaren Honig
naturbelassene Qualität
eine gleichmäßige spätere Kristallisation
Mit diesem Verfahren können wir auch größere Mengen Rapshonig effizient, hygienisch und schonend verarbeiten.


Warum Rapshonig einen besseren Ruf verdient
Viele kennen Rapshonig nur als weißen, schnell kristallisierenden Honig. Doch genau das macht ihn so besonders. Durch seinen hohen Glukoseanteil wird Rapshonig schnell cremig – eine Konsistenz, die von vielen Honigliebhabern geschätzt wird.
Unsere Erfahrung zeigt:Mit verantwortungsbewusster Landwirtschaft und guter Abstimmung entsteht aus Raps ein absolut hochwertiger, reiner und unglaublich leckerer
Honig.

Ein Dank an unsere Bienen – und an unseren Landwirt
Unsere Bienen leisten im Rapsfeld Beeindruckendes: starke Entwicklung, hohe Aktivität und viel Nektar. Und dank unseres Landwirts können sie dort sicher arbeiten, ohne spätere Spritzmaßnahmen während der Tracht.
Gemeinsam entsteht ein Honig, auf den wir wirklich stolz sind.
Fazit: Rapshonig aus Leidenschaft – regional, naturrein und mit viel Sorgfalt gewonnen
Wir freuen uns, euch auch dieses Jahr frischen Rapshonig anbieten zu können – sorgfältig verarbeitet, naturbelassen und mit viel Liebe zum Handwerk.
Imkerei Familie Lehre 🐝🍯






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